Café Obskur - Ein interaktiver Online-Comic

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21.09.06 00:00 Alter: 12 yrs

2000 Tage Café Obskur: Wo man abends noch 26 Comicfiguren herkriegt

Kategorie: Allgemein

Von: Henning

Schon wieder ein Jubiläum! - Wem nützt's? Immer dem, der fragt. Für einen Rückblick auf die Anfänge des Café Obskur ist es alle Mal gut. Denn alles begann mit einer Art Casting-Show...

Nachdem im Mai das vierhundertste Panel als Anlass herhalten musste, wird diesmal die Maßeinheit Zeit zu Hilfe gezogen. Eine mehr oder minder runde Zahl findet man wahrscheinlich zu beinahe jedem endlichen Zeitraum, je nach dem, ob man ihn in Sekunden, Minuten, Stunden, Wochen, Monaten oder Jahren angibt. Ich habe mich für die Maßeinheit "Tage" entschieden, weil sich 2000 Tage doch einfach prima anhört. Und es ist noch nicht einmal gelogen.

 

Das heutige 2000-Tage-Jubiläum soll dafür ausgebeutet werden, die Anfänge des Café Obskur ein wenig zu erhellen, denn Unendlichkeit gibt's bestenfalls zum Ende hin. Irgendwo müssen die 26 schrägen Comic-Figuren ja mal hergekommen sein - sie wurden vor genau 2000 Tagen geboren, die Umstände werden jetzt erklärt. Wem das zu langweilig sein sollte, der hat die Möglichkeit, die Lektüre dieser Meldung zum Ende dieses Satzes hin zu beenden.

 

Im Café Obskur tummeln sich momentan 26 gezeichnete Figuren. Alle Zeichnungen hatten reale Menschen als Vorlage; diese Menschen haben mir freiwillig Modell gesessen. Alle waren sich im Klaren darüber und einverstanden, ein Stammgast im Café Obskur zu werden. Jede Person sollte sich zu Beginn der Zeichensitzung eine charakteristische Pose oder Handbewegung aussuchen, damit die gezeichneten Figuren am Ende nicht zu teilnahmslos wirken würden, um mal zum Handlungsträger zu werden. Obwohl mir die Umsetzung der individuellen Gesichtszüge sehr wichtig war, habe ich beim Zeichnen keinen Wert auf Porträt-Ähnlichkeit zum Modell gelegt, was die verfügbare Zeit auch nicht zuließ.

 

Die meisten der 26 Modelle kannte ich nicht persönlich - abgesehen von ungefähr drei Freunden war der Rest eine Auswahl des zufälligen Abendpublikums im Marstallcafé Heidelberg. Weil das Figurensammeln geschickterweise während meiers Langer Nacht der Museen am 31.3.2001 stattfand und im dazugehörigen Programmheft angekündigt war, fanden sich genug aufgeschlossene Menschen zum freiwilligen Modellsitzen.

 

Von abends um Acht bis nach Mitternacht waren 26 Zeichnungen im "Kasten", wobei jede einzelne Zeichnung ca. 10-15 Minuten dauerte. Mit Hilfe eines Grafiktabletts zeichnete ich direkt im Vektorformat in den herbeigeschleppten PC. Der Bildschirminhalt wurde für die Besucher des Marstallcafés über Beamer an die Wand geworfen, um neugierige Leute anzulocken.

Die den Strichzeichnungen hinterlegten grauen und weißen Flächen sind im Nachhinein hinzugefügt worden.

 

Die Domain www.cafeobskur.de gab es ein paar Wochen später - ab Anfang Mai 2001 habe ich eine erste Version des Flash-Interfaces hochgeladen, ohne das man den Comic weder lesen noch schreiben kann. Bis November 2001 gab es regelmäßige Verbesserungen des Flash-Interfaces, dann herrschte lange Zeit Ruhe. Erst im Jahr 2006 wurde es wieder lebendiger, wie ja jeder weiß, der die News-Meldungen im Café Obskur liest.

 

Und die Zukunft? Für die Ausarbeitung dieses Themas findet sich bestimmt demnächst noch ein weiteres Jubiläum. Ideen für's Café Obskur sind genug da, nur die Zeit fehlt oft.

 

Henning


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